Maria Bley - Humor hilft heilen

Ruller Kolpinger backen für Eckart von Hirschhausen-Stiftung

Wallenhorst. Am Markant-Markt in Rulle stand am Samstag alles im Zeichen der Knolle: Die Ruller Kolpingfamilie verkaufte selbstgemachte Kartoffelpuffer mit Apfelmus und Ofenkartoffeln für den guten Zweck. Der Erlös in Höhe von 2300 Euro geht an die Stiftung „Humor hilft heilen“ des TV-Moderators Eckart von Hirschhausen.
Über dem Parkplatz des Einkaufsmarktes lag der Duft von Fettgebackenem. Unter einem Zelt wurden unermüdlich Kartoffelpuffer gedreht und gewendet, in einem Smoker Ofenkartoffeln gebacken und mit Kräuterquark serviert. Ein Gitarrenduo, besetzt mit den Kolpingern Volker Lotte und Ulrich Wöstmann, sorgte für musikalische Begleitung: „160 Kilogramm Kartoffeln haben wir geschält, 50 Kilogramm Apfelmus gekocht, 90 Ofenkartoffeln vorbereitet“, berichtete Organisator Martin Meyer.

Der Kolpinger war am frühen Nachmittag bereits mehr als zufrieden mit dem Verkauf: 100 Kilogramm der aus Kartoffeln, Zwiebeln, Eiern und Haferflocken zusammengerührten Masse wurde zu diesem Zeitpunkt bereits verarbeitet und wanderte für einen Obolus von einem Euro an hungrige Kunden über die Theke.
Der Ruller hatte den Verkauf für die gute Sache gemeinsam mit Freunden aus der Kolpingfamilie ins Leben gerufen. Bei einer Vorbereitungssitzung für das traditionelle Vater-Kind-Zeltlager im kommenden Sommer hätten beste Voraussetzungen für eine neue Spendenaktion nach dem Kolpingmotto „Gemeinsam leben, gemeinsam Gutes tun“ geherrscht: „Verrückte Truppe, sehr verlässlich und eine Flasche Bier“, erläuterte Meyer diese launig.

Stiftung seit 2008 aktiv

Schnell seien sich die Kolpinger einig gewesen, den Erlös der Eckart von Hirschhausen-Stiftung zu spenden. „Humor hilft heilen“ setzt sich seit 2008 dafür ein, die Stimmung in Krankenhäuser etwa durch den Auftritt von Clowns etwas fröhlicher zu machen. Der Kontakt habe sich außerdem über die Ehefrau des TV-Moderators, die gebürtige Rullerin Ulla Hirschhausen-Schupp herstellen lassen, so Meyer. Er und seine Kolpingfreunde möchten mit dieser Aktion nicht nur helfen, das Lachen in die Krankenhäuser zu bringen, sondern auch ihren Kindern vermitteln, dass Gesundheit ein Luxusgut ist: „Es ist nicht selbstverständlich, gesund zu sein“, betonte Meyer. Sein Dank galt unter anderem den Betreibern des Markant- und Getränkemarktes, die die Aktion mit Zutaten- und Getränkespenden unterstützt haben.

Rote Nasen als Erkennungszeichen

Und wie es sich für eine Aktion des Eltern-Kind-Zeltlagers gehört, stellten sich auch die Jugendlichen in den Dienst der guten Sache: Im Eingangsbereich des Markant-Marktes verteilten Melina Meyer und andere Jungkolpinger gegen eine Spende das Symbol der Stiftung – rote Nasen – an die Kunden. Wer mochte, konnte sich mit dem markanten Erkennungszeichen für einen Kolpingfilm über die Spendenaktion fotografieren lassen.

Quelle: NOZ / Christina Halbach
Fotos: Andre Havergo